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Attnang-BUCHheim

Eine Stadt liest sich zusammen

Janina Biskamp
Semester- und Bachelorarbeit SS 2011
dieArchitektur | Urbanistik

Projektbeitrag im Rahmen des Festivals der Regionen in Attnang-Puchheim im Juni 2011.

Die Freiluftbibliothek verbindet Menschen unterschiedlicher Kultur-, Alters- und Interessensgruppen über die Literatur miteinander und trägt zu einer Gemeinschaftsbildung in Attnang-Puchheim bei.

Die AttnangerInnen kommunizieren über ihre Freiluftbibliothek, verbringen dort Zeit miteinander und verwalten bzw. gestalten ein neues Gemeinschaftsprojekt. Die offene Bibliothek trägt der besonderen Situation des Ortes Attnang-Puchheim Rechnung, in dem Menschen verschiedenster Kulturen zusammen leben. Das Projekt beginnt mit einem Grundstock an Regalen, Sitzgelegenheiten und Büchern. Das BUCHheim ist darauf angelegt, dass die EinwohnerInnen nach und nach je nach Bedürfnis Regale selbst hinzufügen, den Bücherbestand durch Buchspenden erweitern und so im Laufe der Zeit eine große Bibliothek als Kommunikationszentrum entsteht.

Auf dem Rathausplatz wird eine Freiluftbibliothek errichtet, die aus mehreren unterschiedlich gestalteten und verschiebbaren Regalen auf einem Schienensystem besteht. Der Platz wird dadurch strukturiert und akzentuiert. Entlang des Hauptweges, der mitten über den Platz vom Bahnhof in Richtung Puchheim verläuft, befindet sich die „Bahnstrecke“ der Freiluftbibliothek. Die Schienen bilden zwei „Bahnsteigsituationen“ aus, auf denen sich Sitzmöglichkeiten befinden. Die Größere der beiden ist mit einem filigranen Dach überdeckt, sodass die Freiluftbibliothek auch bei schlechtem Wetter genutzt werden kann. Im Boden und im Dach sind Beleuchtungskörper integriert, die eine Benutzung der Freiluftbibliothek auch bei Nacht ermöglichen und zudem ein Blickfang in der Dunkelheit sind.

Durch das Verschieben der Regale können entweder geschlossene, halboffene oder offene Räume entstehen, wodurch die Bibliothek flexibel von Gruppen und Einzelpersonen, für Vorträge und Seminare sowie für individuelles Lesen und Kommunizieren genutzt werden kann.

Die Regale, die aus einem auf Rädern montierten Holzrahmen bestehen, sind in ihrem Inneren mit verschiedenen Regalsystemen und Sitzmöbeln unterschiedlich gestaltet und ermöglichen vielfältige Nutzungen. Durch einen entsprechenden Anstrich, die Montage eines verzinkten Dachbleches und den Einsatz von verschieden farbigen Industrievorhängen erhalten die Bücherregale einen Wind- und Wetterschutz.

www.fdr.at

Fotos und Pläne © Janina Biskamp

Diese Arbeit entstand im Rahmen des Projektes URBANE*INJEKTIONEN