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Bundes-Gleichbehandlungsgesetz

1993 wurde in Österreich ein Gleichbehandlungsgesetz für den Bundesdienst erlassen (BGBl. Nr. 100/1993 idgF), das mehrmals an geltendes EU-Recht angepasst werden musste.
Im Jahr 2004 gab es eine grundlegende Novelle: Das Gesetz legt nunmehr fest, dass niemand aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung im Zusammenhang mit einem Dienst- oder Ausbildungsverhältnis direkt oder indirekt diskriminiert werden darf. Sexuelle Belästigung gilt als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Als neuen Tatbestand wurde die "geschlechtsbezogene Belästigung" in das B-GlBG aufgenommen. Diese ist eine Belästigung, die zwar aufgrund des Geschlechts aber ohne Bezug zur sexuellen Sphäre erfolgt.
Mit der neuesten Novelle (BGBl. Nr. 97/2008) wurde klargestelllt, dass das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz auch bei befristeten Dienstverhältnissen und Probedienstverhältnissen direkt Anwendung findet.
Das Universitätsgesetz 2002 legt in § 44 fest, dass das B-GlBG auf die Angehörigen der Universitäten auch nach der Ausgliederung  Anwendung findet.

Bundes-Gleichbehandlungsgesetz.pdf