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Film: Was bleibt?

21. November 2017, 14.00 Uhr Experimentelle Gestaltung, Großer Seminarraum, 2.OG, Domgass 1

Dialog-Verantaltung
Alexander Horwath im Gespräch mit Andrea van der Straeten, Leitung der Experimentellen Gestaltung.

Der Film, so wie er 120 Jahre lang wirkmächtig war, ist kein Objekt, sondern ein mechanisch-analoges Projektionsereignis. Sofern man ihn als legitimen Teil der Kulturgeschichte betrachtet, wird seine tatsächliche Überlieferung nur in dieser Form gewährleistet sein – neben dem großen, wirtschaftlich (und im Medienalltag) schon längst dominanten Gebiet des digital faksimilierten bzw. von vornherein digitalen „Films“ im File-Format. Angesichts des Medienwechsels, den die Kinoindustrie zwischen 2010 und 2014 durchgesetzt hat, steht die Gesellschaft vor einer Reihe drängender Fragen bezüglich der Kulturtechnik Film. Die Antworten darauf sind in gleichem Maß relevant für jene, die weiterhin künstlerisch mit Film arbeiten wollen, wie für jene, die das gewaltige Erbe des Films weiterhin transparent wahrnehmen, vermitteln, ausstellen wollen.

Alexander Horwath,
geboren 1964 in Wien. Autor und Kurator. Direktor der Viennale (1992 bis 1997) und des Österreichischen Filmmuseums (2002 bis 2017), Kurator des Filmprogramms der documenta 12 (2007) und Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Buchpublikationen u.a. über den Avantgardefilm, das amerikanische Kino der 1960er und 70er Jahre, Michael Haneke, Ruth Beckermann, Josef von Sternberg und „Film Curatorship“.  

Tacita Dean, Film (2011), Installationsansicht, Ausstellung „Celluloid“, EYE Film Institute, Amsterdam, 17.9.2016 bis 8.1.2017