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Abteilung Kulturwissenschaften

Diplomstudium Bildende Kunst (Mag.art.)
Studienzweig Kulturwissenschaften

Studienstruktur: Studienzweig innerhalb der Studienrichtung "Bildende Kunst"
Mindeststudiendauer: 2 Jahre

Studierende dieses Zweiges sollen befähigt werden, sich in den immer zahlreicher werdenden künstlerisch-wissenschaftlichen Berufsfeldern (wie z. B. Kuratieren, Kunstkritik, Ausstellungskonzeption, Betreuung kultureller Agenden für Großfirmen, Leitung von Kulturinitiativen und dgl.) professionell zu bewegen. Dazu wird insbesondere die Kenntnis wissenschaftlicher Verfahrensweisen wie Recherche, Textanalyse, Nachweisen und Zitieren sowie der Techniken der argumentativen Darstellung vermittelt.

Der Bereich bietet für Studierende sämtlicher Richtungen Vorlesungen und Übungen zur Kenntnis und methodischen Beherrschung kulturwissenschaftlicher Theorien. Fragen, welche die gestalterischen Praktiken berühren, und Themen, die ihnen als Inspirationsquelle sowie als Material dienen können, stehen dabei im Vordergrund: z.B. Ritual, Magie, Geschichte der Zeitrechnung, das Tier in der Kultur, Höflichkeit, Komödie (im Alltag wie in der Kunst), Strukturen des Privaten, Recht auf Müßiggang, Deplatziertes, Glamour etc. Vor allem die Fähigkeit zur Kritik, zum Perspektivwechsel, zur Analyse verbreiteter Überzeugungen sowie die Beweglichkeit im Umgang mit den eigenen künstlerischen Ideen sollen dabei trainiert und gestärkt werden.
Für sämtliche Studierenden der Bildenden Kunst wird eine Einschulung in die elementaren Verfahren der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten angeboten.
Für DiplomandInnen (insbesondere des Studienzweigs Kulturwissenschaften) und
DissertantInnen bietet der Bereich Übungen zu jenen Methoden, die vom gelesenen zum geschriebenen Text führen.

Qualifikationsprofil
Im Lauf eines künstlerischen Studiums entdecken viele Studierende ein starkes Interesse und entfalten oft eine beachtliche Begabung für die theoretische Arbeit. Der (nach Absolvierung des ersten Studienabschnitts wählbare) Studienzweig Kulturwissenschaften versucht, diesem Bedarf Rechnung zu tragen und das Lehrangebot dahingehend zu entwickeln, dass Absolventinnen und Absolventen in der Lage sind, sich in den immer zahlreicher werdenden künstlerisch-wissenschaftlichen Berufsfeldern (wie z. B. Kuratieren, Kunstkritik, Ausstellungskonzeption, Betreuung kultureller Agenden für Großfirmen, Leitung von Kulturinitiativen und dgl.) professionell zu bewegen. Dazu wird in diesem Studienzweig insbesondere die Kenntnis wissenschaftlicher Verfahrensweisen wie Recherche, Textanalyse, Nachweisen und Zitieren sowie der Techniken der argumentativen Darstellung forciert.

Die Besonderheit des Studienzweiges Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz besteht gegenüber vergleichbaren wissenschaftlichen Studien darin, dass das theoretische Denken aus der Perspektive einer künstlerischen Praxis - und in enger Verbindung zu dieser Praxis - entwickelt wird. Diese Nähe von künstlerischer und theoretischer Praxis ist für beide Seiten befruchtend. Sie erlaubt es, zu erkennen, inwiefern die künstlerische Praxis selbst mitunter eine theoretische Dimension eröffnet, welche die theoretische Praxis nicht ohne Mühe und nicht selten erst mit großer Verspätung auf Begriffe zu bringen vermag. Die künstlerische Praxis fungiert derart als produktive Herausforderung an die Theorie. Umgekehrt wirkt eine solche theoretische Klarheit produktiv auf die künstlerische Praxis zurück und erhöht deren Effizienz in der Klärung ihrer eigenen Stärken sowie im Erreichen ihrer Zielgruppen.

Durch die Zusammenarbeit mit den Studierenden der Kulturwissenschaften in den theoretischen Lehrveranstaltungen profitieren die Künstlerinnen und Künstler nicht nur hinsichtlich der intensivierten theoretischen Arbeit, sondern auch in der Erhöhung ihrer diskursiven Kompetenz: dies ist für Kunstschaffende von entscheidender Bedeutung, denn unter künstlerischer Praxis ist heute nicht nur die künstlerische Produktion zu verstehen, sondern auch die Notwendigkeit von zielgerichteter Kommunikation (Für wen produziere ich?) sowie von argumentativer Darstellung (Die Qualität eines schriftlichen Exposés entscheidet nicht selten über das Zustandekommen eines künstlerischen Projekts).

Massenhochzeit der Gruppe "wir sagen ja zueinander" Linz 26.05.2002


Leitung
Univ-Prof. Dr. Thomas Macho

Kontakt

Michaela Seidl
institut-biku.office@ufg.ac.at
T: +43 (0) 732 7898 412
F: +43 (0) 732 7898 419

Kunstuniversität Linz
Abteilung für Kulturwissenschaft
Kollegiumgasse 2
4010 Linz | Austria

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