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Zulassung / Ablauf

InteressentInnen können sich mit einem Exposé ihres Forschungsprojekts um eine Betreuungszusage bei Betreuungsberechtigten (venia docendi) der Universität (gegebenenfalls auch berechtigte, außeruniversitäre Zweit-Betreuungspersonen) bewerben.
Sobald eine Betreuungszusage vorliegt, kann der/die Studierende inskribieren. Auf Basis des Exposés wird das Projekt während des ersten Semesters mit der hauptverantwortlichen Betreuungsperson weiterentwickelt und durchgeplant. Anstelle eines Studienplans wird für die weiteren fünf Semester eine umfassende, individuelle Betreuungsvereinbarung festgelegt.
Die Einhaltung und die Art der Umsetzung dieses Leistungskatalogs werden mit Fortschrittsberichten jeweils zum Ende des Semesters belegt.
Die PhD-KandidatInnen haben den Status von NachwuchsforscherInnen (“Early Stage Researcher”).
Die regelmäßige Teilnahme an den Kolloquien, Präsentationen bei Tagungen und Konferenzen, künstlerische Realisationen, aber beispielsweise auch die eigene Lehrpraxis sind deshalb Bestandteile des Programms.
Den AbsolventInnen wird nach erfolgreicher Verteidigung der Dissertation der akademische Titel PhD verliehen.

Studienberatung

An den eigens dafür eingerichteten Info-Days können sich InteressentInnen vorab über das PhD Studium and der UFG informieren. In regelmässigen werden Studienberatungstermine abgehalten, dabei werden Erstinformation zu folgenden Themen gegeben:

  • Zulassungsvoraussetzung
  • Allgemeiner Ablauf des PhD Studiums
  • Individuelle / themenbezogene Beratung

Zulassungsvoraussetzung

Der Nachweis der allgemeinen Universitätsreife fur die Zulassung zu Doktoratsstudien gilt durch den Nachweis des Abschlusses eines fachlich in Frage kommenden Diplomstudiums oder Masterstudiums, eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul- Diplomstudienganges oder Fachhochschul-Masterstudienganges oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung als erbracht.

Die Facheinschlägigkeit bzw. eventuell notwendige Ergänzungsprüfungen (§76 UG) stellt die Vizerektorin / der Vizerektor für Lehre fest. Zusätzlich ist von Personen die ein PhD Studium anstreben ein Exposé über das geplante Forschungsvorhaben sowie eine Betreuungszusage einer betreuungsbefugten Person an der Kunstuniversität Linz vorzulegen.

Betreuung

Das PhD-Studium an der Kunstuniversität Linz hat eine vorgeschriebene Mindeststudienzeit von 6 Semestern. In der Regel arbeitet die DoktorandIn vornehmlich an ihrem Projekt und wird dabei von der BetreuerIn begleitet. Personen, die ein PhD Studium anstreben, müssen ein Exposé über das geplante Forschungsvorhaben sowie eine Betreuungszusage einer betreuungsbefugten Person an der Kunstuniversität Linz vorzulegen. UniversitätsprofessorInnen gemäß § 94 Abs. 2 Z. 1 UG, emeritierte Universitäts-professorInnen gemäß § 94 Abs. 1 Z. 7 UG, UniversitätsprofessorInnen im Ruhe-stand gemäß § 94 Abs. 1 Z. 8 UG, die in § 94 Abs. 2 Z. 2 UG angeführten UniversitätsdozentInnen sowie an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz habilitierte PrivatdozentInnen (§ 102 UG) sind berechtigt, aus dem Fach der Lehrbefugnis als BetreuerInnen für DoktorandInnen zu agieren.

Wenn mit Institutionen eine Kooperationsvereinbarung zur PhD Betreuung abgeschlossen wurde, ist auch eine Betreuung durch berechtigte Personen dieser Institutionen möglich.

BetreuerInnenliste.pdf

Allgemeiner Ablauf

  • Darstellung des Forschungsvorhabens via Exposé

                   Betreungszusage

  • Gemeinsame Ausarbeitung der Betreuungsvereinbarung im 1. Semester
  • Abgabe eines Forschungsberichts (1x pro Semester)
  • Teilnahme am Kolloquium (1x pro Semester)
  • Einreichung der Abschlussarbeit, Verteidigung

Exposé

Das geplante Forschungsvorhaben muss im Rahmen eines Exposés dargestellt werden. Es dient einerseits als Grundlage für die Betreuungszusage der Lehrperson(en), andererseits ist es als Vorraussetzung zur Zulassung zum Studium einzureichen.
Das Exposé muss Erläuterungen zu folgenden wesentlichen Aspekten enthalten:

  • Abstract
  • Kontext der Forschung, der fur das beantragte Projekt relevant ist
  • Projektziele
  • Methodik
  • Aktualität und wissenschaftliches bzw. kunstlerisches Innovationspotenzial
  • Verzeichnis projektrelevanter Literatur bzw. kunstlerischer Arbeiten

Betreuungsvereinbarung

Das konkrete Forschungsdesign der Dissertation wird individuell über die Betreuungsvereinbarung festgelegt, die gemeinsam mit dem Betreuer oder der Betreuerin im Lauf des ersten Semesters erstellt wird. Darin wird festgehalten, welche Studienteilbereiche im Rahmen des Forschungsprojekts bis zur Defensio der Dissertation zu erfüllen sind.
Das kann Lehrveranstaltungen an universitären Einrichtungen umfassen, die Teilnahme oder Durchführung von Konferenzen oder Ausstellungen, künstlerische Produktionen, Publikationen, Beiträge in Fachmedien, eigene Lehrtätigkeit, etc.
Diese Forschungs-, Studien- oder Lehraktivitäten müssen nachvollziehbar dokumentiert und reflektiert werden. Die Betreuungsvereinbarung kann als “Forschungsvertrag” verstanden werden, der auch Zielvereinbarungen über die geeignete Form der Arbeit – in welcher Weise das Projekt zu dokumentieren, zu kontextualisieren und zu reflektieren ist – enthalten sollte.
Die Vereinbarung muss darüber hinaus das Exposé, einen Zeitplan, die Frequenz der Feedbackgespräche sowie eine Verpflichtungserklärung zur Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis enthalten.

Forschungsberichte

Der Studienfortschritt wird von der betreuenden Lehrperson kontinuierlich evaluiert. Am Ende jedes Semesters, mit Ausnahme des ersten und letzten Semesters, ist deshalb von der Doktorandin/vom Doktoranden ein Forschungsbericht zu erstellen.
Der frei formulierte Bericht muss sich auf den Fortschritt des Projekts und die Studienaktivitäten in Hinblick auf die Betreuungsvereinbarung beziehen. Er ist von der Betreuerin oder dem Betreuer per Unterschrift zur Kenntnis zu nehmenund gegebenenfalls kommentiert an die PhD-Kommission weiterzuleiten.

Kolloquien

PhD Kolloquien finden normalerweise eintägig einmal jedes Semester statt. Sie schaffen einen Rahmen für inhaltlichen Austauch zwischen PhD Studierenden, sowie zwischen PhD Studierenden und BetreuerInnen. Außerdem dienen sie der Vernetzung der Studierenden.
Kolloquien variieren gängige Präsentationsformate aus dem Wissenschaftsbetrieb und der künstlerischen Forschung, und bieten spannende Impulse für die eigene Praxis.