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in spe

13 Studentinnen des Bachelor-, und Masterstudiums Textil/Kunst&Design
Kooperationsprojekt, SS 2010
Textil/Kunst&Design

"in spe" ist der Titel einer Ausstellung von Studierenden der Studienrichtung Textil/Kunst&Design der Kunstuniversität Linz, die von Mi, 23. Juni bis Fr, 29. Oktober 2010 in der SPES Zukunftsakademie in Schlierbach, O.ö., zu sehen ist. Gezeigt werden Siebdruckarbeiten, die im Rahmen der LV Experimentelle textile Druckverfahren im Sommersemester entstanden sind. Das Experimentieren mit Flächen, Formen und Farben in Verbindung mit konkreten Druckvorlagen und Fotos stand im Vordergrund. Thematisch wie räumlich sind die Arbeiten von der Philosophie des Ausstellungsortes durchdrungen.in spe bedeutet wörtlich in der Hoffnung und findet im Alltag im Sinne von voraussichtlich/bevorstehend seine Anwendung. Hoffnungen und Erwartungen verbinden uns mit der Zukunft. Kreative Prozesse als Ressource der Hoffnung – die Studierenden haben sich davon inspirieren lassen. In den unterschiedlichen Zugängen zum Thema bilden die Begriffe Hoffnung und Ressource die inhaltliche Klammer für den künstlerischen Ausdruck.
So nehmen Monika Haider und Eva Maria Augustyn das Lebenselixier Natur und ihre nachhaltige Nutzung als Ausgangspunkt ihrer Arbeiten. Johanna Hölldobler hingegen versteht Ressource als immaterielles Gut und begegnet ihr in der Unmittelbarkeit der Straßenkunst in Form von Stencils. Karin Waltenberger fokussiert die raum-eröffnenden und raum-gebenden Aspekte des Wortes und widmet sich dem Fassungsvermögen und Volumen von Ressourcen. Während sich Melanie Greußing mit den Begriffen Zeit, Ruhe und Träume auseinandersetzt, entwirft Barbara Gitschtaler Seifenblasen, die niemals platzen mögen. Die Begegnung mit Menschen als unversiegbare Quelle der Inspiration deutet Katherine Heller als hoffnungsgebend.
Das Kind stellt für Agnes Geihseder und Elisa Treml den Inbegriff des sich erneuernden Lebens dar: Kinderzeichnungen bilden das Ausgangsmaterial für Geihseders Arbeiten, während Treml die Verwundbarkeit und das Bedürfnis nach Schutz in den Raum stellt. Ein Leben hinter Glas, Ressourcen auf Eis – diese Metapher beschäftigt Kristyna Bauerova, während sich Birgit Leitzinger Gedanken macht, warum denn die Hoffnung zuletzt sterben könnte.
Anna Panzenberger zeichnet den Tod als Bild zukünftiger Ereignisse. Hoffend verhält sich der Mensch positiv zur Flüchtigkeit seines Seins – diese Haltung spiegelt sich in Sabrina Patrys Arbeiten wider.

Kooperationspartner
SPES Zukunftsakademie 

Projektleitung
Gastprofessorin Mag.a Ingrid Tragler, SS 2010, Masterstudium Textil/Kunst&Design  

Einladungskarte mit Siebdruck von Ingrid Tragler, Gastprofessorin der Abteilung Textil/Kunst&Design | © Textil/Kunst&Design