Nikolaus Schullerer
Semesterarbeit WS 2010/2011
Architektur | Urbanistik
Das Grundstück ist durch seine starke Abgrenzung zur übrigen Stadt aufgrund der Bahntrasse im Norden gekennzeichnet. Ebenso wird es an allen anderen Seiten von stark befahrenen Straßen umrahmt.
Um dieser Situation entgegenzuwirken, werden zum einen Verbindungen zum nördlichen Stadtteil geschaffen und zum anderen eine Distanz zu den umliegenden Verkehrsflächen geschaffen. Der Grünraum des Volksgarten wird durch eine Überplattung in Höhe des Landesdienstleistungszentrums weiter geführt und findet seinen Fortlauf in einem Grüngürtel rund um das Grundstück. Der Grüngürtel ist im Bereich der Bahntrasse breiter und soll Distanz zu den Gleiskörpern schaffen. Im südöstlichen Teil dient der Grünraum als Filter zur Unionstraße.
Neben Geschäfts- und Büroflächen sowie einem Kreativzentrum sieht das städtebauliche Konzept im Sinne einer maximalen Nutzungsmischung auch verschiedene Wohnformen vor: Blockrandbebauungen dienen hauptsächlich als Familiendomizile und sind mit einem einfachen Regelwerk belegt, um eine große Flexibilität gewährleisten zu können. Nach innen gekehrte ein- bis zweigeschossige Hofhäuser bieten Rückzugsmöglichkeiten und sind für jene BenutzerInnen konzipiert, deren Bedürfnis an Intimität hoch ist. Eine Kombination aus Wohnen und Arbeiten findet in den Reihenhäusern statt, an die sich im Westen eine lockere Punktbebauung u.a. für Generationenwohnen anschließt.
Ausgehend von der Wienerstraße wird der Stadtteil in fünf Bauetappen aufgebaut. Hierbei dient die als Weiterführung der kleinen differenzierten Geschäftslokale an der Wienerstraße geplante Marktsituation als Frequenzbringer. Die darüber angeordneten Büroflächen und die Wohnbebauung sorgen schon zu Beginn für einen stark belebten Stadtteil. Der Grüngürtel wird jeweils bereits für die folgende Bauetappe als Puffer gegen Umgebungseinflüsse geschaffen.
Visualisierungen © Nikolaus Schullerer
Diese Arbeit entstand im Rahmen des Projektes SUPERPLAN!