zum Inhalt

Das Gefängnis als Paradigma gesellschaftlicher Regulierung

15. Mai 2019, 20.00 Uhr Kunstuniversität Linz, Domgasse 1, Seminarraum DO0132

Die Abteilung Bildhauerei - transmedialer Raum lädt zum Vortrag von Mag.iur. Clemens Hochsteger.

„Die Gefängnisform ist älter als der systematische Einsatz in der Strafjustiz. Sie hat sich außerhalb des Justizapparates konstituiert, als sich über den gesamten Gesellschaftskörper jene Prozeduren ausbreiteten, um die Individuen anzuordnen, zu fixieren und räumlich zu verteilen und zu klassifizieren, um das Höchstmaß an Zeit und das Höchstmaß an Kräften aus ihnen herauszuholen, um ihre Körper zu dressieren, ihr ganzes Verhalten zu codieren, sie in einer lückenlosen Sichtbarkeit festzuhalten, rund um sie einen Beobachtungs- und Registrierungsapparat aufzubauen, ein sich akkumulierendes und zentralisierendes Wissen über sie zu konstituieren.“ (Michele Foucault)

Clemens Hochsteger
Geboren 1980 in Hallein; lebt und arbeitet als Rechtsanwaltsanwärter in Wien. Nach dem Besuch der Fachschule für Bildhauerei sowie dem Kolleg für Produkt & Systemdesign (Ecodesign) an der HTL Hallein studierte er Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur Wien und Rechtswissenschaften – Schwerpunkt Strafjustiz und Kriminalwissenschaften - am Wiener Juridicum. Seit Absolvierung der Rechtsanwaltsprüfung im März 2019 widmet er sich vorrangig den Tätigkeitsbereichen Medien- und Persönlichkeitsschutzrecht, Urheberrecht, Grund- und Menschenrechte, sowie Verfassungs- und Verwaltungsrecht.

Vortrag im Rahmen der Kooperation Bildhauerei, Staatsanwaltschaft Linz, Landesgericht Linz und Justizanstalt Linz, LV 220.018

Plakat.pdf

Mag.iur. Clemens Hochsteger

Plakat zum Vortrag "Das Gefängnis als Paradigma gesellschaftlicher Regulierung", 2019