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AWARD

Ideenwettbewerb der Marktgemeinde Altenberg

Die Siegerprojekte des Ideenwettbewerbs zur gestalterischen Entwicklung einer baulichen Abtrennung zwischen Marktplatz und Parkplatz im Zentrum der Marktgemeinde Altenberg stehen fest.

Insgesamt wurden zehn Beiträge eingereicht. Bei Durchsicht der eingereichten Wettbewerbsbeiträge ließen sich drei Gruppen von Entwürfen differenzieren:
- Entwürfe, die den Platz teilen und positiv segmentierten, ihn aber durchlässig, offen und transparent für eine Vielzahl von Benützungsmöglichkeiten gestalten.
- Entwürfe mit unterschiedlich funktionalisierten Kleinarchitekturen, die eine (manchmal auch halbtransparent, verschiebbar oder klappbar) Trennung zwischen Parkplatz und Marktplatz durch gebäudeähnliche Elemente an der Achse der Bäume vorschlagen, die unterschiedliche Funktionen beinhalten.
- Ortsbezogene, konzeptionelle oder performativ funktionale Entwürfe.

Nach eingehender Diskussion kristallisierte sich heraus, dass sowohl die Jury, als auch weitere Anwesende der Gemeinde Altenberg der Ausschreibung folgend, grundsätzlich zu Projekten mit einer offenen Platzsituation von Zeichenhaftigkeit mit Gestaltungselementen der Trennung und Verbindung für unterschiedliche Benützungsmöglichkeiten tendierten.

Folgende Projekte wurden von der Jury für Preise und das Siegerprojekt für die Realisierung vorgeschlagen. Ein Projekt wurde lobend hervorgehoben.

1. Platz: Franziska Pabst-Spiessberger, Der Raum Altenberg
2. Platz: Lisa Benedikt, Im Fluss
3. Platz: Paul Eis & Maximilian Meindl: Durch das Jahr am Markplatz von Altenberg

Stefan Almesberger - das Projekt "Turmsplitter" bekam eine lobende Erwähnung

Die Jury hebt das hohe Niveau der Einreichungen lobend hervor. Wirklich jedes einzelne Projekt wurde in Betracht gezogen und ausführlich besprochen. Die Komplexität der Überlegungen war durchwegs sehr beeindruckend!

Jurybegründung


Franziska Pabst-Spiessberger, "der raum"

Studierende Lehramt Gestaltung: Technik.Textil und Bildnerische Erziehung
Die Jury befand, dass der Entwurf von Frau Pabst-Spiessberger die Anforderung die beiden Räume (Parkplatz und Marktplatz) sowohl optisch zu trennen als auch eine flexible Verbindung zwischen ihnen zu ermöglichen, sehr gut löst.
Die geometrische Form nimmt die Optik des Gemeindehauses auf und stellt damit eine formale Verbindung her. Es verwendet eine klare Konstruktion ohne bewegliche Teile (kein Verschleiß) und daher wird in Zukunft wenig Wartung erforderlich sein. Es bietet viele geschützte Sitznischen und lädt zum Verweilen ein. Das Wasserbecken ist ein Anziehungspunkt für jung und alt. Die variablen, jahreszeitlichen bzw. thematischen Gestaltungsmöglichkeiten (Bepflanzung, Sonnensegel, …, ) lassen unterschiedliche, zeitlich begrenzte Schwerpunktsetzungen zu.
"der raum"

Lisa Benedikt, "Im Fluss"
Studierende Lehramt Gestaltung: Technik.Textil
Das geschwungene Element aus gefärbtem Beton ist schön, zeichenhaft, modern. Es vereint viele Funktionen ins sich. Es ist Sitzmöbel, Tisch, Brunnen, Vogeltränke, Blumentrog ... Es rahmt den Platz, trennt Parkplatz vom Marktplatz betont und integriert seine vorhandenen Elemente, wie die Bäume, und verbindet alles zugleich. Die liegende Welle ist dynamisch und schreibt sich als Gestaltungselement in den Patz und das Gedächtnis ein. Es ist ein Hingucker und für alle Bewohner*innen anziehend. Vom Material ist es robust, einladend, widerstandsfähig, witterungsbeständig und leicht zu pflegen. Die Gestalterin hat die Funktionen sehr realistisch für den öffentlichen Raum geplant.
"Im Fluss"

Paul Eis & Maximilian Meindl, "Durch das Jahr am Markplatz von Altenber"g
Studierende Architektur
ist ein Projekt, das sowohl eine kleine zeichenhafte, flexible Architektur, als einige Formen von Überdachungen vorschlägt. Es generiert sich aus den Funktionen des Ortes und setzt ein flexibles Konzept für unterschiedliche Bedürfnisse und Nutzer*innen durch das Gemeindejahr. Sie schaffen Laden, Behältnisse, Hüllen und Schutz für Performation und Funktion - für Marktplatz, Platzkonzert, Feldmesse, Flohmarkt oder einfach für den individuellen Aufenthalt am Platz.

Stefan Almesberger, "Turmsplitter" (Lobende Erwähnung)
Studierender Lehramt Gestaltung: Technik.Textil

Stefan Almesberger hat sich sehr intensiv mit dem Platz und der Licht- und Schattenwürfe im Laufe des Tages auseinandergesetzt und das Verhältnis zu den umliegenden Gebäuden beleuchtet. In seinem sehr beeindruckenden ortsbezogenen und konzeptionellen Entwurf entwickelt er aus den Schattenwürfen des Kirchturmes kleine architektonische Elemente, die den Platz strukturieren und möblieren. Er thematisiert dadurch das Verhältnis von kirchlicher und weltlicher Ordnung im Dorf.
"Turmsplitter"

TeilnehmerInnen an der Jurysitzung:
Leo Söllradl - Altenberg
Franz Landl - Altenberg
Melanie Kranzl - Altenberg
BM Michael Hammer - Altenberg
VBM Anna Schinagl - Altenberg
Univ.-Prof. Hubert Lobnig - Kunstuniversität Linz
Univ.Prof. Peter Haimerl - Kunstuniversität Linz
Martina Perez-Ramerstorfer – Mitglied mit beratender Stimme
Birgit Zimmermann – Mitglied mit beratender Stimme

Projektseite zu den Wettbewerbseinreichungen "Trennen / Verbinden"

Platz 1: Franziska Pabst-Spiessberger "Der Raum Altenberg"

Platz 2: Lisa Benedikt "Im Fluss"

Platz 3: Paul Eis & Maximilian Meindl "Durch das Jahr am Markplatz von Altenberg"

Lobende Erwähnung: Stefan Almesberger "Turmsplitter"