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Feeeee'Znn - AKUSTISCHE GEWEBE

Soundinstallation 2011
Textil/Kunst&Design

„Feeeee'Znn - AKUSTISCHE GEWEBE“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Lehrgangs „Computermusik und elektronische Medien“ an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien und der Abteilung Textil/Kunst&Design an der Kunstuniversität Linz.

Ausgangspunkt ist der, von dem Franzosen Joseph-Marie Jacquard (1752-1834) erfundene und nach ihm benannte, spezielle Webstuhl. Er verwendete, am Beginn des 19. Jh,  zum erstenmal Lochkarten zur Steuerung der Verknüpfung der zwei Fadenebenen eines Gewebes (Kette und Schuss). Durch diese Form der Automatisierung veränderte sich grundlegend die industrielle Fertigung von Gewebe. Die Lochkarte mit ihrem Binärprinzip wurde in weitere Folge auch von Charles Babbage (1791-1871) zur Steuerung seiner „Analytischen Maschine“ übernommen (ca. 1830), in der man die Grundlage einer steuerbaren Rechenmaschine sehen kann, die sich dann im 20. Jh. zum Digitalrechner weiterentwickelt hatte.

Das Binärprinzip ist aber auch Basis der heutigen digitalen Audiotechnik. Dadurch ergeben sich kompatible Ebenen zwischen der Computersteuerung heutiger Jacquard-Webstühle und der Welt des Klangs. Trotzdem bestehen grundlegende Unterschiede zwischen der zeitlich unabhängigen Information eines Gewebes und der zeitlich abhängigen Information eines Audiosignals. Das gegenseitige Kennenlernen unterschiedlichen Ansätze im Materialdenken ist eine wesentliche Komponente dieser Zusammenarbeit der beiden Kunstuniversitäten. Auch linguistisch gibt es einige Anknüpfungspunkte wie z. B. „Klangteppich“ oder „Klanggewebe“.

Von den Studierenden in Wien und Linz wurden in gemeinsamer Arbeit u.a. interaktive Gewebe entwickelt.

teilnehmende Studierende:
Melanie Greussing, Birgit Leitzinger und Karin Waltenberger aus Linz
und Valerie Ebm, Per Salkowitsch, Alexander Mairhofer aus Wien

Betreuung: 
Peter Mechtler, Marga Persson und Elisabeth Stötzler

Projektdauer:
2 Semester

Präsentation/Ausstellung:
„Feeeee'Znn - AKUSTISCHE GEWEBE“  in der Galerie der Kunstuniversität Linz am Donnerstag 17. März 2011 um 19.00 Uhr

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Webstück © Melanie Greußing