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FormatWechsel

FormatWechsel. Kunst, populäre Medien und Gender-Politiken
FormatChange. Art, Popular Media and Gender Politics

Barbara Paul

Künstler/innen haben sich immer wieder mit populären Medien beschäftigt. Denn die in der Alltagskultur vorgefundenen Formate bieten die Möglichkeit, sich durch FormatWechsel als künstlerische Strategie repräsentationskritisch zu positionieren. Der in New York lebende, aus Nigeria stammende Künstler Iké Udé und die in Berlin und am MIT arbeitende Künstlerin Regina Möller reagieren seit den 1990er Jahren auf gender-politische Effekte von Zeitschriften mit eigenen Kunstwerken. Iké Udé gestaltet Fotografien, die an Cover von Lifestyle- und Politikmagazinen erinnern, Regina Möller entwickelt mit Bezug auf Modejournale die Künstlerinnenzeitschrift „regina“. Beide markieren (massenmediale) Bild- und Textkonventionen als fortwährend veränderbar und damit als konzeptionell unabschließbar. Sie fokussieren ihr Interesse auf Camp-Ästhetiken, queere Konzeptionen und Whiteness, auf feministische Perspektivierungen und Institutionenkritik, auf Normalitäts- und Normativitätsdiskurse im Feld von sex, gender und ethnicity.

Auch in den aktuellen Debatten queer-feministischer (Kunst-)Wissenschaft wird ein FormatWechsel praktiziert, da ähnlich wie in der Kunst performative Denk- und Handlungsmuster sowie argumentativ offene Strategien favorisiert werden. Dabei geht es um Partialität und Situiertheit, Kontingenz, Transversalismus und Prozessualität im Kontext von Wissensproduktionen in Theorie und Kunst.

Taschenbuch:
136 Seiten, 23 Abb. [2008]
Verlag: Sonderzahl, Wien
Sprache: Deutsch, Englisch
ISBN: 978 3 85449 274 0
Reihe: Linzer Augen - Band 2; Schriftenreihe des Instituts für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz
Preis: € 15,00

www.sonderzahl.at

Bestellung auch unter Institut-BiKu.Office@ufg.at

Um diese Publikation zu bestellen, wenden Sie sich bitte per Email an die Universitätsbibliothek.

- Wie funktioniert der FormatWechsel als künstlerische Strategie in Iké Udés Fotografien, die an Zeitschriften-Cover erinnern?

- Ist der Dandy und Edle Wilde ein Vehikel queerer Politiken?

- Welche feministischen FormatWechsel praktiziert Regina Möller in ihrer Künstlerinnenzeitschrift „regina“?

- Welche Rolle spielen Textualität, Visualität und Performativität?