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Die Witterung allein genügt den Bestien

Das Tier in der politischen Ordnung

Vorlesung zum Jahresthema mit Anne von der Heiden (Kulturwissenschaften)

Die Definition des Menschen als zoon politikon verrät: In der Entwicklungsgeschichte des politischen Denkens markieren die Ausgrenzungen der Tiere aus der politischen Ordnung immer zugleich ihren Einschluss. In Staatsgründungsmythen stehen Tiere oft an erster Stelle der Deszendenztafel, Staaten selbst entwickeln sich in Antinomie zu Tieren und benutzen sie zugleich als Vorbilder sozialen Zusammenlebens und Sinnbilder der Herrschaft. So ist das Tier nicht nur Teil politischer Ikonographie und Repräsentation, sondern auch Akteur im Rahmen einer phantastischen Zoologie, die beispielsweise die staatliche Ordnung von wilden Tieren, Horden und Meuten, Ratten oder Werwölfen bedroht erscheinen lässt.

Die Lehrveranstaltung befasst sich mit Bildern, Zeichen- und Darstellungsprozessen und den damit verbundenen kulturellen Praktiken in der Geschichte und Gegenwart. Zudem werden ausgewählte künstlerische Positionen zum Thema diskutiert.

Leitung
Univ.-Prof. MMag. Anna Jermolaewa

Kontakt
Mag.phil. Christine Winner
Institutsreferentin
institut-biku.office@ufg.at
T: +43 (0) 732 7898  2436

Kunstuniversität Linz
Institut für Bildende Kunst
Abteilung  für Experimentelle
Gestaltung
Domgasse 1
4020 Linz | Austria