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ÖH Sozialfonds Wien

Studierende, die ohne eigenes Verschulden in große finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und von keiner anderen Stelle (Studienbeihilfenbehörde, Wissenschaftsministerium, Härtefonds, Versicherungen, Arbeiterkammer etc.) eine ausreichende Unterstützung erhalten, können sich an den Sozialfonds der ÖH wenden.


Allgemeine Voraussetzungen

Voraussetzungen für eine Unterstützung aus einem der Fonds sind, dass der oder die Studierende im Sinne der Richtlinien sozial bedürftig ist, nicht bei den Eltern wohnt und einen ausreichenden Studienerfolg nachweist. Informationen, genaue Bedingungen und Antragsformulare gibt es bei den Sozialreferaten aller Vertretungen der ÖH sowie direkt beim Sozialreferat der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Anträge sind schriftlich, persönlich oder auch per Post an die Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft zu richten. Dem Antrag sind alle erforderlichen Unterlagen (wie Einkommens- und Studiennachweise, Meldezettel etc.) in Kopie beizulegen. Wichtig ist außerdem, dass die dargestellte Notlage durch Unterlagen dokumentiert werden muss – also vollständige Kontoauszüge der letzten drei Monate, Stipendienbescheide (auch negative), Mietrückstände, offene Rechnungen etc.


Wohnfonds

Für Studierende mit hohen Wohnkosten besteht die Möglichkeit, eine Förderung aus dem Wohnkostenfonds zu beantragen. Es gelten dieselben Kriterien wie beim Sozialfonds. Die Wohnungsgröße und der Quadratmeterpreis müssen studentischen Wohnverhältnissen entsprechen.


Kinderfonds

Durch diese Unterstützung soll es studierenden Müttern und Vätern ermöglicht werden, ein begonnenes Studium fortzusetzen bzw. zu beenden. Finanzielle Unterstützungen werden an Studierende gewährt, die im Zuge einer Schwangerschaft, Geburt oder Erziehung eines Kindes in eine Notlage geraten sind, die Höhe der Unterstützung ist abhängig von Art und Ausmaß der Notlage. Leistungen anderer Stellen (z.B. Gemeinden, Länder, Privatorganisationen, etc.) werden berücksichtigt.

Für den Zeitraum vor der Schwangerschaft oder Entbindung muss auf jeden Fall ein adäquater Studienerfolg im Sinne der Richtlinien nachgewiesen werden.


Kinderbetreuungsfonds

Dieser Fonds der ÖH dient zur finanziellen Unterstützung von studierenden Müttern und Vätern, denen zumindest ein Teil der enormen Kosten für die Betreuung ihrer Kinder (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort, Tagesbetreuungseinrichtung oder BabysitterIn) ersetzt werden, und mit Hilfe dieser finanziellen Entlastung ihr Studium fortsetzen und beenden können. Leistungen anderer Stellen (z.B. Gemeinden, Länder, Privatorganisationen, etc.) werden berücksichtigt. Dem Antrag sind alle erforderlichen Unterlagen (wie z.B. Einkommens- und Studiennachweise) in Kopie beizulegen.


Meditation

Meditation (außergerichtliche Konfliktregelung) kann StudentInnen helfen, die ihre Ausbildungskosten nicht bei Gericht einklagen und damit einen Prozess gegen die eigenen Eltern (oder einen Elternteil) führen wollen. In einer Meditation können die betroffenen Konfliktparteien unter Anleitung von speziell ausgebildeten KonfliktreglerInnen (=MediatorInnen) über ihre Streitpunkte verhandeln. Ziel ist es, für die Zukunft Vereinbarungen (im gegebenen Fall Unterhaltsvereinbarungen) zu treffen, die für alle Konfliktparteien annehmbar und auch im Alltag umsetzbar sind. Für Studierende und deren Eltern besteht die Möglichkeit, sich die Honorarkosten des/der Mediators/In für bis zu drei Mediationseinheiten (à 1,5 Stunden) und max. 437 Euro von der ÖH ersetzen zu lassen. Antragsformulare liegen bei der ÖH auf.

Generelle Voraussetzung für eine finanzielle Unterstützung ist, dass trotz eines gesetzlichen Unterhaltsanspruchs des/der Studierenden gegenüber den Eltern von diesen nicht genügend Unterhalt geleistet wird.


Hunger auf Kunst und Kultur

Studierende, die eine Unterstützung aus dem ÖH- Sozialfond erhalten, können sich im Referat für Sozialpolitik einen Kulturpass ausstellen lassen.
Der Kulturpass macht es dir möglich, zahlreiche kulturelle Einrichtungen bei freiem Eintritt zu besuchen. Denn auch Menschen mit finanziellen Engpässen haben ein Recht auf Kunst und Kultur. 
Genauere Informationen erhältst du auf www.hungeraufkunstundkultur.at und bei uns im Sozialreferat.