zum Inhalt

Archiv

WHAT THE WIND TOOK AWAY

24. Oktober 2018, 18.00 Uhr Domgasse 1, Wohnzimmer, Zeitbasierte Medien, 4. OG

Die Abteilung Kulturwissenschaft und das Seminar »Grenzgänge« laden zum Filmscreening und Gespräch mit der Regisseurin Helin Celik.

Der Film »WHAT THE WIND TOOK AWAY« zeigt Grenzräume, Schwellen und Zwischenstationen auf der Flucht vor dem IS im Nordirak. Er portraitiert eine Gruppe Jesid*innen in einem Camp in der Südosttürkei, die sich im permanenten Provisorium der Flucht einrichten (müssen): Der Film zeigt die Frauen und ihre Familien wie sie Wasch- und Kochhäuser bauen, wie sie Beete anlegen, säen, jäten; und wie sie über sich und ihren Platz in der Welt reflektieren, der auf doppelte Weise zum Nicht-Ort geworden ist: Die Heimatdörfer durch den IS zerstört, ihre Position als Jesidinnen und Frauen auf der Flucht von stark eingeschränkter Wirkungsmöglichkeit bestimmt. Der Film konzentriert sich ganz auf die Erzählungen der Fauen; er bleibt nah an den Gesichtern, Gesten und Geschichten, die sich vor der Kamera abspielen. Er bietet seinen Protagonistinnen damit einen Wirkungsraum, der über ihre Lebensrealität hinaus weist, indem er sich im Film als Möglichkeitsraum auftut.

"WHAT THE WIND TOOK AWAY" (AT/TR 2017, R: Helin Celik, Martin Klingenböck)
wurde international auf Festivals gezeigt - von den Duisburger Filmwochen bis zum Taiwan International Ethnographic Film Festival (TIEFF) - und hat den Austrian Documentary Award 2017 (ethnocineca - Int. Documentary Film Festival Wien) und den Best Austrian Film-Preis2017 (This Human World - Int. Human Rights Film Festival Vienna) gewonnen.

www.klingenboeck.com/what-the-wind-took-away

Filmstill © Martin Klingenböck Filmproduktion