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Let’s talk about sex

13. bis 14. Mai 2019 Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8, 4020 Linz

Kunst. Sexualität. Pädagogik. Medien.

Die Abteilung Bildnerische Erziehung lädt zu künstlerisch-wissenschaftlichen Schwerpunkttagen zur Schnittstelle von Sexual- und Kunstpädagogik.

Welche Handlungsfelder kann die Kunstpädagogik bieten, wenn Begehren, Lust, Liebe, Sex, Körper und Erotik in der schulischen Jugendarbeit Thema werden?
Im Rahmen der Schwerpunkttage „Let’s talk about sex“ werden Möglichkeitsräume sexueller Bildung in kunstpädagogischen Kontexten von Kunstpädagoginnen, Sexulapädagoginnen und Kunst- und Medienkulturtheoretikerinnen geöffnet und diskutiert.

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PROGRAMM

MONTAG, 13.05.2019

10.00 bis 12.30 Uhr
Empowerment durch partizipatives Forschen: Dekoloniale sexual- pädagogische Ansätze in der Arbeit mit diskriminierungserfahrenen jungen Menschen anwenden

Workshop von Rafaela Siegenthaler
Sexualpädagogisches Arbeiten mit diskriminierungserfahrenen Jugendlichen bedeutet, rassismuskritische Perspektiven einzunehmen. Im Workshop werden dekoloniale Ansätze skizziert und sexualpädagogisch eingebettet. Dabei wird gemeinsames Forschen & Arbeiten mit einem hohen Maß an Partizipation als Möglichkeitsraum für Empowerment vorgestellt und gemeinsam reflektiert. Entlang von Arbeiten junger Künstler*innen soll epistemischer Widerstand in der Sexualpädagogik veranschaulicht werden.
Offen für Studierende der Kunstuniversität
Linz, Anmeldung erforderlich. Maximale Teilnehmer*innenzahl: 20

10.00 bis 12.30 Uhr
Vielfalt von der Vielfalt aus denken: Bilderpools für die sexualpädagogische Arbeit im Kunstunterricht erstellen

Workshop von Karla Schmutzer
In und durch Bilder werden Vorstellungen von Sexuellem, von Lust, begehrenswerten Körpern und intimen Beziehungen geformt, visualisiert, angeregt, normiert und auch irritiert, schreibt die Kunst- und Sexualpädagogin Angelika Beck (vgl. Beck 2004, 2016). Trotz der gefühlten Allgegenwärtigkeit von visuellem Material mit expliziten oder impliziten Bezügen zu Sexualität stehen pädagogisch Tätige häufig vor der Frage, mit welchen Bildern sie tatsächlich arbeiten können und wollen. Der Prozess des Auswählens wird dabei im Workshop als Einsatzpunkt für die reflexive Auseinandersetzung mit dem eigenen Blick gewählt und Vorschläge gesammelt, die bei der (sexual-)pädagogischen Arbeit mit Bildern unterstützen können.
Offen für Studierende der Kunstuniversität
Linz, Anmeldung erforderlich. Maximale Teilnehmer*innenzahl: 20 

14.00 bis 16.30 Uhr
Vielfalt von der Vielfalt aus denken: Bilderpools für die sexualpädagogische Arbeit im Kunstunterricht erstellen

Workshop von Karla Schmutzer
Dieser Workshop findet sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag statt. Beschreibung: siehe oben.
Offen für alle, als Fortbildung für Lehrer*innen über die PHOÖ anrechenbar, Anmeldung erforderlich. Maximale Teilnehmer*innenzahl: 20

14.00 bis 16.30 Uhr
Über Bilder ins Gespräch kommen. Sexualpädagogische Methoden erproben


Workshop von Marion Thuswald und Stefanie Hempel
Sexuelle Themen sind im Schulalltag präsent, sie gelten aber häufig als heikel und schwierig besprechbar. Der Workshop zielt darauf ab, bildorientierte sexualpädagogische Methoden auszuprobieren und das nicht-private Sprechen über Sexualität zu üben. Im gemeinsamen Austausch loten wir aus, inwieweit die Methoden auch Potential für die Schule und insbesondere den künstlerisch-gestalterischen Unterricht bergen.
Offen für alle, als Fortbildung für Lehrer*innen über die PHOÖ anrechenbar, Anmeldung erforderlich. Maximale Teilnehmer*innenzahl: 20

17.00 bis 18.30 Uhr

Begehren lernen? Sexualpädagogisches Handeln in Schule und (Kunst)Unterricht


Vortrag von Marion Thuswald

Seit 1970 gilt der Auftrag zu schulischer Sexualerziehung fächerübergreifend und für alle Schultypen. Wie Sexualerziehung in der Schule gestaltet werden soll, ist seither immer wieder Gegenstand von kontroversen Debatten. Vor diesem Hintergrund fragt
der Vortrag nach den Möglichkeitsräumen, Herausforderungen und Spannungsfeldern sexualpädagogischer Arbeit in Schule und (künstlerisch-gestalterischem) Unterricht. Er stützt sich dabei auf Erfahrungen aus dem partizipativen Forschungs- und Bildungsprojekt „Imagining Desires“, das macht- und differenzreflexive Zugänge in Sexual- und Kunstpädagogik aufgreift und weiterentwickelt.
Offen für alle, Anmeldung erforderlich

DIENSTAG, 14.05.2019

10.00 bis 12.30 Uhr
Illustration und Sexualität

Workshop von Judith Auer
 

Sexuelle Inhalte in Bildern begegnen uns
an vielerlei Orten. Im Bereich der Illustration lassen sich zahlreiche Ansätze
von Künstler*innen beobachten, die sich auf humorvolle und antidiskriminierende Weise an Themen wie Lust, Liebe, Intimität und Sex annähern. In diesem Illustrationsworkshop, dessen Schwerpunkt auf Pop-Up-Karten liegt, wird das Feld der Sexualität mit Schere und Papier aufgegriffen.
Offen für Studierende der Kunstuniversität Linz, Anmeldung erforderlich. Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15

13.30 bis 15.00 Uhr
Nein heißt nein! Zur Aktualität historischer Vorstellungen von sexualisierter Gewalt


Vortrag von Angela Koch
Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über historische Vorstellungen von »Notzucht« und »Vergewaltigung« und zeigt, dass diese Vorstellungen auch heute noch fortleben. Es gibt aber zunehmend auch künstlerische Ansätze und filmische Positionen, die sich kritisch mit diesen überkommenen und misogynen Vorstellungen auseinandersetzen.
Offen für alle, als Fortbildung für Lehrer*innen über die PHOÖ anrechenbar, Anmeldung erforderlich.

16.00 bis Open End

Filmscreening im
 Moviemento: „L’Animale”
von Katharina Mückstein (2018), anschließendes Get Together


Mati ist Teil einer Burschenclique in der
sie sich wohl fühlt und mit der sie auf Moto- cross-Bikes die Gegend unsicher macht. Als sich ihr bester Freund Sebastian in sie verliebt und Mati sich mit der verhassten Carla anfreundet, gerät aber so einiges ins Wanken. Das österreichische Coming-of- Age Drama L‘Animale zeigt Widersprüche auf, die oft zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und individuellen
Wünschen liegen.
Offen für alle, als Fortbildung für Lehrer*innen über die PHOÖ anrechenbar, Anmeldung erforderlich.

Anmeldung für Interessierte und Studierende bis zum 06.05.2019 unter be.buero@ufg.at
Anmeldung für Lehrer*innen über PH-Online.